Sonate
Joachim Gruener

Der geburtige Berliner Joachim Gruener studierte von 1953 bis 1958 an der Hochschule fuer Musik in Berlin-Charlottenburg Klavier, Schlagzeug und Komposition u. a. bei Ernst Pepping und Boris Blacher. 1958 trat er bei der Staatskapelle Schwerin sein erstes Engagement als Schlagzeuger an, wechselte 1959 an die Stadtischen Buhnen Erfurt und war von 1962 bis Ende 1998 als Schlagzeuger Mitglied des Orchesters der Komischen Oper. Als Komponist ist Gruner kontinuierlich mit grosseren Arbeiten hervorgetreten. Zu seinen fruehesten Kompositionen gehoren das 1962 entstandene Concertino fuer Orchester", die Musik fuer Blechblaser, Schlagzeug und Streicher" (1964) sowie eine Reihe von Kammermusiken. 1972 wurde als Auftragswerk der Komischen Oper die Oper fuer Kinder Von einem Jungen, der den Wald entdeckte" erfolgreich uraufgefuehrt. Ihr folgte zwei Jahre spaeter die Oper Das kalte Herz". Unter den Kammermusiken ueberwiegen Kompositionen fuer Blasinstrumente. Besondere Aufmerksamkeit rief Gruener mit einem Zyklus von Solokonzerten fuer alle im Orchester praesenten Blechblasinstrumente hervor. Viele Stuecke dieses Zyklus', der u. a. zwei Trompetenkonzerte und ein Tubakonzert umfasst, waren Auftragswerke grosser Orchester, etwa der Berliner Staatskapelle, des Gewandhausorchesters Leipzig, der Dresdner Philharmonie und auch der Komischen Oper Berlin. Als letztes Werk dieser Reihe kam 1996 das Konzert fue Horn und Orchester" mit Bodo Werner und dem Orchester der Komischen Oper unter Leitung von Shao-Chia Lu zur Urauffuehrung.

Das "Blaserquintett Plus - fuer sechs Spieler" von Joachim Gruener, das im Konzert zum 15-jahrigen Bestehen der Kammervereinigung Berlin seine Urauffuehrung erlebte, ist ein heiter-aufgelockertes Stueck im parlierenden Ton. Der Titel Blaserquintett Plus verweist auf den Einsatz des Kontrafagotts, das die klassische Quintettbesetzung um ein tiefes Register erganzt. Durch seinen naselnden Klang tragt es zur heiteren Stimmung des Werkes bei, es verleiht ihm geradezu - so der Komponist - skurrile Momente. Das Quintett verlauft im schnellen Tempo; es enthalt nur wenige Ruhepunkte, die sich aus den Instrumentenwechseln ergeben. Es besteht aus drei Teilen, die jedoch attacca unmittelbar ineinander uebergehen. Die Kammervereinigung Berlin regte das Stueck bei Joachim Gruener an. Der Komponist konzipierte es im Hinblick auf das virtuose Spiel des Ensembles und auf die Individualitaeten der einzelnen Spieler.

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Year / Artwork Title Importance Medium
1986 Concerto for Trumpet No 1 4.0 stars CD
Sonate Comments:

Jouko Harjanne - Trumpet
Finnish Radio Symphony Orchestra cond. Jukka-Pekka Saraste

Year / Artwork Title Importance Medium
1990 Concerto for Trumpet No 2 4.0 stars CD
Sonate Comments:

Jouko Harjanne - Trumpet
Finnish Radio Symphony Orchestra cond. Jukka-Pekka Saraste